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Beschäftigte, nicht Behinderte

Schülern der 10. Klasse sind begeistert vom Sozialpraktikum in der Lebenshilfe

 

„Ich würde lieber hier bleiben statt in die Schule zugehen, die Menschen sind hier offen und es ist abwechslungsreicher“, sagt Valentin Brüssermann, Schüler der Klasse 10c am Rudi-Stephan-Gymnasium. Er macht ein Praktikum in der Lebenshilfe, wo alle Mitarbeiter eine Behinderung haben. Doch Valentin geht damit ganz normal um: „Die Arbeiten in der Werkstatt sind an jede einzelne Behinderung angepasst“, so leuchtet, wenn jemand keine Zahlen lesen kann, z.B.eine Lampe grün statt rot, wenn das Werkstück richtig zusammen gesetzt ist. Menschen mit Behinderung machen die selbe Arbeit wie Menschen ohne Behinderung.

In der Mittagspause essen alle in der Mensa der Lebenshilfe, was für die Praktikanten des Rudi, denn auch Sarah Lochbühler, Tim Dietz, Colin Ratke und Lisa Krämer verbringen ihre zwei Wochen Sozialpraktikum während Klasse 10 in der Lebenshilfe, umsonst ist. Nach dem Essen organisiert Bianca Möller, eine Mitarbeiterin mit Down Syndrom, eine halbe Stunde Tanz und Spiel in der Sporthalle. Valentin ist eingeladen, macht heute mit und freut sich immer wieder auf alles Neue, was er im Praktikum kennen lernt.

„Da es für manche schwer ist, sich lange zu konzentrieren, dürfen die Beschäftigten nicht länger als eine Stunde und 50 Minuten arbeiten. Und ja, wir sprechen hier natürlich von Beschäftigten, nicht von Behinderten. Die Leute machen ja ganz normale Arbeit“, erklärt Valentin, vieles z.B. als Zulieferer für die Automobilindustrie. Auch wenn es ein Wohnheim auf der anderen Seite der Straße gebe, gingen die meisten Beschäftigten nach der Arbeit nach Hause. Das macht morgen zum letzten Mal auch Valentin. Am Dienstag muss er wieder in die Schule, worüber er traurig ist. Das liegt aber weniger an der Schule, als an seiner tollen Sozialpraktikumsstelle.