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Partnerschaft "Träume und Visionen"

Hier geht es zu den aktuellen Spendenbeträgen

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Die Initiative GUT> - Gesellschaft zur Unterstützung von Träumen und Visionen indischer Kinder soll unser "Teppichkinder-Projekt" inhaltlich und organisatorisch begleiten. Neben der Entwicklung von Ideen, wie wir die Teppichkinder auch weiterhin finanziell unterstützen, geht es vor allem um das Verständnis und die Verbreitung des Grundgedankens: Bewusstseinsentwicklung der Menschen hierzulande.


Mit dem Beginn des 2. Halbjahres kann man sich offiziell als Unterstützer/Unterstützerin des Projektes „eintragen" lassen, regelmäßig einen kleinen Betrag spenden und im Gegenzug Informationen zum Projekt bekommen. So bleibt man auf dem Laufenden, was mit dem gespendeten Geld geschieht.

Zum Unterstützer-Formular geht es hier.

Dieses Angebot bzw. die Aufforderung ergeht an alle Lehrenden und Lernenden sowie deren Eltern und andere Menschen guten Willens, die mit dem Rudi in Verbindung stehen.

Einzelpersonen können ein „Unterstützer-Formular" ausfüllen und beim Projektverantwortlichen Hr. Jeuck oder im Sekretariat unterschrieben abgeben.

Es können auch ganze Klassen als „Unterstützer" aktiv werden. Jeder Cent zählt.
Vertreter von GUT> kommen gerne in die Klassen, um über das Projekt zu berichten.

Im Laufe des Schuljahres soll es dann den ersten Infobrief/die erste Infomail geben, und der Schaukasten wird neu gestaltet.

In diesem Sinne hoffen wir auf viele „Unterstützer"


Mit „guten" Grüßen


- Christian Jeuck -
GUT> -Verantwortlicher

 

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Seit 2007 unterstützt das Rudi das Projekt „Träume und Visionen“ vom Misereor. Hier ein paar Informationen zum Projekt "Träume und Visionen" - bei uns eher bekannt unter "Teppichkinder"-Projekt.
Das Engagement unserer Schule lässt sich natürlich auch an den Spenden ablesen, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben. Doch geht es um mehr als nur um Geld!

Befreit die Teppichkinder aus der indischen Teppichindustrie: Kindheit statt Sklaverei

Orientteppiche gehören zu den beliebtesten Schmuckstücken deutscher Wohnzimmer. 51 Prozent aller indischen Teppiche gehen nach Deutschland. Ihr Wert liegt jedoch nicht einmal bei einem Drittel der Gesamtproduktion, denn die deutschen Importeure füllen mit ihnen ihr Niedrigpreis-Kontingent für „Schnäppchenjäger“. Genau diese Billigware ist es aber, die mithilfe von Kindern hergestellt wird. An hochwertige Teppiche lässt man keine Kinder, da ihnen für komplizierte Knüpftechniken Erfahrung und Fertigkeiten fehlen.

Hemmungslose Ausbeutung

Doch mehr als die geringe Qualität ermöglicht die hemmungslose Ausbeutung der Kinder die in der Werbung gefeierten „Tiefpreise“. In dunklen, stickigen Lehmhütten sitzen teilweise schon Sechsjährige tagtäglich bis zu 16 Stunden vor den Knüpfrahmen für einen Tageslohn von oft nur 25 Cent. Durch die hohe Konzentration von Wollfasern in der Luft und die allgemein schlechte Ernährung sind Krankheiten wie Staublunge oder Tuberkulose an der Tagesordnung. Kaum die Hälfte der Kinder erreicht unter diesen Umständen die Volljährigkeit.

Die schlimmste Form der Ausbeutung ist die Schuldknechtschaft: Kinder werden versklavt, um Schulden der Eltern abzuarbeiten, die vielfach durch Wucherzinsen eines Kredits für die Mitgift zur Verheiratung einer Tochter entstanden sind. Die meisten dieser Kinder werden in die 600 bis 1.000 Kilometer entfernten Manufakturen des indischen „Teppichgürtels“ im Bundesstaat Uttar Pradesh verschleppt.

Indische Kinderrechtsorganisationen sowie MISEREOR und andere haben sich 1992 zusammengeschlossen, um gegen diesen brutalen Missbrauch von Kindern anzugehen. Dabei galt es, sowohl bei den Teppichproduzenten als auch bei Handel und Verbrauchern anzusetzen.

Dauerhafte Wiedereingliederung

Inzwischen ist es gelungen, mehrere zehntausend Kinder aus ihrer Versklavung zu befreien. Da sie wegen ihrer traumatischen Erlebnisse und körperlichen Schäden in der Gefangenschaft eine psychologische und medizinische Betreuung brauchen, werden die befreiten Kinder – bei Einverständnis ihrer zuvor ausfindig gemachten Eltern – erst einmal in Auffangzentren untergebracht. Um ihnen von hier aus eine dauerhafte Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen, haben indische Fachleute ein spezielles Rehabilitationskonzept entwickelt. Darin sind neben verschiedenen psychosozialen und medizinischen Maßnahmen eine Grundbildung in Lesen, Schreiben, Rechnen sowie eine einfache handwerkliche Ausbildung vorgesehen. Darüber hinaus sind in besonders rückständigen Gebieten des Bundesstaates Bihar, von wo fast alle Kinder-Sklaven herstammen, Programme zur Verbesserung der Lebenssituation der Armutsbevölkerung angelaufen.

Einsicht in die Notwendigkeit von Bildung

Neben den versklavten Kindern aus Bihar arbeiten auch einheimische Kinder ganztägig an den Knüpfstühlen. Da sie meist aus den Familien der Knüpfstuhlbesitzer stammen, werden sie zwar ungleich besser behandelt, aber auch ihnen bleibt eine Schulbildung verwehrt. Einige indische MISEREOR-Partner haben deshalb damit begonnen, kleine Dorfschulen einzurichten, in denen Kinder und Jugendliche neben ihrer Knüpfarbeit mehrere Stunden am Tag lernen können. Die Unterrichtsmethoden und didaktischen Materialien sind von den Projektträgern im Hinblick auf die besondere Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler selbst entwickelt worden. Voraussetzung für den Erfolg dieser Schulen ist die Einsicht der Eltern in die Notwendigkeit von Bildung. Die einzelnen Schulprojekte werden deshalb von einer intensiven Bewusstseinsarbeit mit der Dorfbevölkerung begleitet. Mit den staatlichen Behörden wird darüber verhandelt, die neu entstandenen Schulen zu übernehmen.

MISEREOR und andere Organisationen haben auf dem deutschen Teppichmarkt das „Rugmark“-Siegel eingeführt – ein Warenzeichen, mit dem indische Hersteller ihre Teppiche versehen dürfen, wenn sie nicht von Kindern geknüpft worden sind. So hat der deutsche Verbraucher eine eindeutige Orientierungshilfe und kann durch sein Kaufverhalten maßgeblich dazu beitragen, dass der Versklavung und Ausbeutung von Kindern Einhalt geboten wird.

Soweit der offizielle Text von MISEREOR.
Ein Schaukasten im Eingangsbereich der Schule wurde im Zusammenhang mit dem letztjährigen Besuch des Projektverantwortlichen von Misereor, Benjamin Pütter, von Schülerinnen der 9. Klasse gestaltet.

Projektverantwortlicher: Christian Jeuck, Schulseelsorger