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Bericht vom ersten Rudi-Science-Cafe

Thema: "Wenn der Nachbar immer schneller wird! Doping – Alltag im Freizeit- und Breitensport"?

Am Donnerstag, den 29.06.2017 (3./4. Std., Raum U5) luden die Naturwissenschaften zum Expertentreff der besonderen Art ein. Schülerinnen und Schüler der Biologie-Oberstufenkurse 11 und die Projektteilnehmer der BUT-Woche diskutierten mit dem Experten Matthias Dreher der sportmedizinischen Abteilung des Instituts für Sportwissenschaften an der Universität Mainz rund um das brisante Thema „Doping im Alltag“. Das Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Perikles Simon hat in den letzten Jahren maßgeblich über Doping geforscht und ist eine der führenden Adressen auf diesem Forschungsgebiet.
Mit Spritzen und Pillen ausdauernder oder muskulöser werden oder die entscheidende Sekunde schneller sein?  Nicht nur im Spitzensport ist Doping weit verbreitet. In unserer Leistungsgesellschaft greifen immer mehr Freizeitsportler zu Mitteln wie EPO oder Amphetaminen. Obwohl verboten, stehen sämtliche Mittel ganz einfach und diskret per Onlinebestellung zur Verfügung. Sogar die Schmerztablette vor dem Ausdauerlauf oder die regelmäßige, unkontrollierte Einnahme von Protein-Shakes und Nahrungsergänzungsmitteln können auf Dauer gefährliche Nebenwirkungen haben.  Dabei referierte Dreher sowohl über den Sinn/Unsinn und Zweck sowie die Einsatzhäufigkeit leistungsfördernder Mittel im Freizeitsport, als auch über potentielle gesundheitliche Gefahren der Einnahme derlei Substanzen. Überraschend dabei: In Deutschland seien ca. 11 % der zugelassenen Nahrungsergänzungsmittel rein produktionsbedingt mit verbotenen Anabolika, Steroiden und Keimen verunreinigt. Aber auch Protein-Shakes und die aktuell im Trend liegenden Pre-Workout-Booster können bei regelmäßiger, unkontrollierter Einnahme Nebenwirkungen (Kreislaufprobleme, Schlafstörungen etc.) verursachen. Mit zahlreichen alltagsnahen Vergleichen wie dem hohen Eiweißgehalt eines Hühnereis im Vergleich zu einem teuren "Proteinshot" überzeugte Dreher auf sehr informative und präventive Weise die interessierten Schüler, die anschließend bei einem Stück Kuchen noch längere Zeit mit Matthias Dreher oder untereinander diskutierten.
Mit dem Science-Cafe soll zukünftig eine wiederkehrende Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen werden, bei der interessierte Schüler Gesprächs- und Diskussionsrunden mit Experten initiieren, bestenfalls selbst organisieren und moderieren. Mit Blick auf aktuelle Themen aus Gesellschaft, Wissenschaft und Forschung tauschen sie sich in lockerer Atmosphäre mit den Experten aus, stellen Fragen und diskutieren. Dabei steht die Eigeninitiative der Jugendlichen stets im Vordergrund.

s. a. Bericht in der Wormser Zeitung vom 30.6.2017

Sven Zimmer

 

05er Klassenzimmer Förderkreis