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Jugend forscht am RSG

Schüler des Rudi-Stephan-Gymnasiums fahren Preise beim Regionalwettbewerb ein und qualifizieren sich für den Landeswettbewerb in Ludwigshafen

Jungforscher und ihre Betreuer: Sven Zimmer, Katharina Döring, Nicole Wolff, Schulleiter Dr. Burkard Keilmann sowie die beiden Preisträgerinnen Ann-Christin Belzer und Carina Caspers (von links nach rechts) im Forscherlabor des RSG

Um 6:45 Uhr ging es los. Schwer bepackt starteten die drei Schüler gemeinsam mit ihren betreuenden Biolehrern Nicole Wolff und Sven Zimmer vom Parkplatz des Rudi-Stephan-Gymnasiums aus zum Regional-Wettbewerb von Jugend forscht ins südpfälzische Landau. Zurück kamen sie ziemlich spät und erschöpft, gleichzeitig aber glücklich und zufrieden mit einer Fülle neuer Eindrücke und zwei tollen Preisen.
Für den Wettbewerb Jugend forscht, Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb mit dem Ziel, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern sowie Talente zu finden und zu fördern, entstanden im Schülerforschungszentrum des Rudi-Stephan-Gymnasiums außerhalb des Unterrichts in vielen Stunden die Arbeiten, welche nun in Landau präsentiert wurden und wofür die jungen Forscher erstmals ein direktes Feedback erhielten.
So stellte Ann-Christin Belzer (MSS 13) die Ergebnisse ihrer Facharbeit im Fach Biologie vor, bei der es um den Einfluss von Koffein auf das Wurzelwachstum der Küchenzwiebel Allium cepa ging. „In einer ersten Versuchsreihe habe ich  koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola oder Energy-Drinks verwendet“, erklärt die Abiturientin, „parallel hierzu habe ich beobachtet, wie sich die Wurzeln der Zwiebeln in reinem Wasser entwickeln.“ Ihre Ergebnisse lassen sich sehen. „Während der Versuche zeigte sich, dass Koffein hemmend auf das Wurzelwachstum wirkt“, so die Jungforscherin, „in allen koffeinhaltigen Lösungen war ein vermindertes Wurzelwachstum und eine geringere Länge der Wurzeln festzustellen.“ Und Belzer betont: „In den am höchsten konzentrierten Lösungen sind gar keine Wurzeln gewachsen.“
Ihre Kurskameradin Katharina Döring (MSS 13) forschte über das im Speichel enthaltene Körperenzym ?-Amylase, um dessen Wirkung bei der Spaltung von Stärke in das Disaccharid Maltose bei unterschiedlichen pH-Werten und Temperaturen zu untersuchen. Auch wenn sie ohne Preis ans „Rudi“ zurückfuhr, sei der Wettbewerb für sie eine tolle Erfahrung gewesen, sagt Döring,  dort habe sie die Möglichkeit gehabt, ihre Forschungsarbeit vor einer Jury vorzustellen und so neue Erfahrungen gesammelt, die man ohne die Teilnahme nie gewonnen hätte. Katharina Döring ist sich sicher: „Ich würde jederzeit wieder mitmachen, denn es war wahnsinnig interessant mit anderen Schülern über deren Projekte zu sprechen und das alles in einer sehr angenehmen Atmosphäre, alle waren sehr freundlich und hilfsbereit.“
Ihrer Meinung schließt sich auch Carina Caspers aus der 10. Klasse des RSG an und ergänzt, dass der Umgang unter den Teilnehmern sehr fair gewesen sei. In ihrer Arbeit, die in Kooperation mit der Universität Mainz entstand, ging es um „häusliche Wundermittel“. Caspers untersuchte die Mikrobiologie traditioneller Hausmittel im Unterschied zu klassischen Antibiotika. Belohnt wurde sie dafür mit dem 2. Platz.
Noch erfolgreicher schloss am Ende des Tages Ann-Christin Belzers Koffeinstudie ab. Sie erreichte mit ihrer Arbeit den 1. Platz des Regionalentscheids und tritt vom 20. bis 22. März beim Landeswettbewerb, der in der BASF in Ludwigshafen stattfinden wird, an. „Da werde ich wahrscheinlich schon noch ein bisschen nervöser sein“, bekennt Belzer, „aber ich hoffe ja, dass meine betreuende Lehrerin mich wieder mit zu dem Wettbewerb begleiten darf.“ Ob sie aus Gründen ihrer erhöhten Nervosität an dem Tag auf koffeinhaltigen Kaffee zum Frühstück verzichte, ließ die Preisträgerin lächelnd offen.