Willkommen / Salutem

...auf der Seite des Rudi-Stephan-Gymnasiums!

Unsere beliebtesten Seiten:

„Mit Bildung die Welt verändern“

Über 199 ehemalige Abiturienten trafen sich auch dieses Jahr am Rudi-Stephan-Gymnasium, um die runden Jahrestage ihres Reifezeugnisses zu feiern.

Es wurde voll in der Aula: 199 ehemalige Schüler hatten sich angemeldet. Am Ende kamen deutlich mehr zum Ehemaligentreffen des Rudi-Stephan-Gymnasiums. „So viele wie noch nie“ mutmaßte Schulleiter Dr. Burkard Keilmann, der jedes Jahr im Mai die runden Abiturientenjahrgänge in der Aula des BIZ begrüßt, beginnend mit denen, die vor zehn Jahren ihr Reifezeugnis erhielten und 2017 zum ersten Mal wieder an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren.
Den festlichen Rahmen verschaffte den Jubilaren auch in diesem Jahr der Chor des RSG,  gemeinsam mit dessen italienischen Chor-Gästen aus Busto Arsizio, die sich im Rahmen des musikalischen Austauschs in Worms aufhielten. Danach entführte der Rektor die Anwesenden in seiner Grußrede nach Südafrika, wo er im vergangenen Winter beim Besuch seiner Tochter – ganz wie in Ovids Metamorphosen – das goldene Zeitalter in mildem Lichte anzubrechen wähnte. Seine Reise trug ihn von der betörenden Schönheit der Natur hin zu den Townships von Johannesburg und Soweto weiter zur Gefangenschaft Nelson Mandelas zur Zeit des Apartheidsregimes. „Leben und Schicksal Mandelas“ , so der Schulleiter, „haben mich tief beeindruckt.“ Denn dieser habe Afrikaans gelernt, die Sprache seiner Wärter, und Shakespeare gelesen. An seiner Zellenwand fand sich das Motto, das der Schulleiter des „Rudi“ auch seinen Gästen mitgab: „Es gibt keine stärkere Waffe, die Welt zu verändern, als Bildung.“ Ein starker Satz, dessen gewaltige Metaphorik nach anfänglichem Widerwillen die Zustimmung des Redners fand. Denn Bildung, wie sie die meisten Menschen in unserem Land erfahren, so Keilmann, sei im Weltmaßstab leider immer noch keine Selbstverständlichkeit. Daher lohne es sich, dafür zu kämpfen.
Viele Generationen von Absolventen der ehemaligen Lateinschule, des altsprachlichen Gymnasiums und heutigen „Rudi“ stimmten aus eigener Erfahrung zu. Auch wenn sich diese bei der Spanne der Anwesenden deutlich unterschieden. So fanden sich unter den Ehemaligen zwei, deren Abitur 1942 bereits 75 Jahre zurücklag, immerhin sechs Abiturienten bauten vor 60 Jahren ihr Abi. Der Redner der „50er“, Dr. Wolfgang Best, sprach „von der Anwesenheit der verflossenen Zeit“. Fünf Dekaden würden von den Anwesenden seiner Generation überbrückt. Eine Schulzeit mit Folgen, die bis heute andauerten, so Best.
Als letzter Redner, der traditionellerweise die runden Jahrgänge aufbricht und zu dem des Vierteljahrhunderts zählt, leitete Stefan Schiffer zum geselligen Teil über: Mit der Diagnose über seine ehemalige Schule, die für ihn damals schon Lebensraum und nicht nur Bildungsstätte gewesen sei, ging es hinüber zur Mensa, wo die Alumni des Rudi-Stephan-Gymnasiums bei Brezeln und Weißwein über damals im Heute schwelgten. Vergangenheit und Gegenwart – im RSG trafen sie wie jedes Jahr glücklich aufeinander.

Bild: Ehemalige des Rudi-Stephan-Gymnasiums von links nach rechts (in Klammer Jahre des Jubiläums): Rebecca Schall (10), Burkhard Wolf (30), Joachim Bayer (30), Brigitta Hamman (40), Friederike Kastner (25), Dorlies Panzer (40), Jakob Strohmayer (60) , Dietmar Stockert (60), Helmut Kiefer (75), Gottfried Nisslmüller (60), Hans-Joachim Gilfrich (60), Schulleiter Dr. Keilmann und Dr. Wolfgang Best (50).

05er Klassenzimmer Förderkreis