Bioethik - praktisch

Rudis spenden Blut

In einer der letzten Stunden vor dem mündlichen Abitur machten sich neun Schüler aus dem Grundkurs katholische Religion daran, das Thema „Bioethik“ einmal praktisch umzusetzen: Nach längerer Vorbereitungszeit mit der Abklärung, wer Blut spenden kann, darf und will, gingen sie mit ihrem Lehrer Herrn Wolf ins Gemeindehaus der Liebfrauenkirche, wo die Blutbank der Mainzer Uniklinik an bestimmten Tagen die Gelegenheit Blut zu spenden anbietet. Nachdem die persönlichen Daten der Erstspender erfasst waren, musste jeder einen längeren Fragebogen ausfüllen. Danach gab es eine kurze Untersuchung und ein Gespräch mit einem Arzt, und dann ging es zur Sache: nach und nach wurde jedem ein halber Liter Blut abgenommen, unterstützt durch viel Mineralwasser oder Cola. Nach ca. zehn Minuten war der Beutel voll, und man hatte noch Zeit, in der der Kreislauf wieder in Schwung kam und man die Kompresse auf der Einstichstelle hielt, um ein Nachbluten zu verhindern. Der gemeinsame Rückweg zu Fuß zur Schule an der frischen Luft brachte dann alle Lebensgeister wieder. „Wem wird meine Blutspende wohl helfen?“, fragte sich so mancher. Dass sie jemandem zugute kommt, das ist klar. Mit diesem guten Gefühl bestärkt, wird sicher der eine oder die andere der Erstspender zum treuen Dauerspender werden.