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„Im entscheidenden Moment nicht aufgepasst“

RSG führt Dr. Markus Wallenborn ins Amt des Schulleiters ein.

„Im entscheidenden Moment nicht aufgepasst“

 

RSG führt Dr. Markus Wallenborn ins Amt des Schulleiters ein

 

„Schwungvoll“ – so lautete der allgemeine Tenor der Redner – begann die Amtseinführung des neuen Schulleiters Dr. Markus Wallenborn, was zunächst einmal an der Darbietung der Rudikehlchen lag. Der Unterstufenchor des Rudi schickte mit dem Titel Dance with Me seine Aufforderung zum Tanz ins Rund der gutgefüllten Aula und die Gäste dankten den jüngsten Sängerinnen und Sängern unter Leitung von Constanze Mertens mit freundlichem Applaus. Und freundlich ging es in den darauf folgenden Reden weiter: Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Ralf Hartmann führte Waltraud Gottschalk von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Neustadt den neuen Direktor des altsprachlichen Rudi-Stephan-Gymnasiums offiziell in sein neues Amt ein, obwohl der jenes bereits seit August und damit seit Beginn des Schuljahres 2019/2020 bekleidet. Die Referentin von der Weinstraße sparte nicht mit warmen Worten und einem bekannten Eingangszitat des Chemikers Louis Pasteurs, welches – wie sie selbst bemerkte – besser zum Anlass als zum altsprachlichen humanistischen Gymnasium passte; schließlich handelt es von der Liebe zu neuen Aufgaben.

Bevor der Neuling selbst von dieser Liebe erzählen durfte, spielten Johanna Behr und Emily Beck wunderbar stimmungsvoll ihrem neuen Rektor ein Duo für zwei Celli von Jacques Offenbach und der ebenso neue Oberbürgermeister der Nibelungenstadt, Adolf Kessel, überbrachte seine Grußworte mit der Aussicht auf eine bereits gut gestartete, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nein, und auch dann war der Reden noch kein Ende; schließlich plauderte Dr. Barbara Blüm, Vorsitzende des Personalrats am RSG, von den gemeinsamen, gar nicht so alten Zeiten in diesem Gremium mit „Markus“, da es sich keiner von beiden hätte träumen lassen, nur kurze Zeit später auf zwei verschiedenen Seiten des Konferenztisches im Rektorenzimmer zu sitzen. Genug geplaudert. Nun war es wieder Zeit für ein stimmungsvolles Ständchen, das diesmal die Kollegen des Rudi für den Ehemaligen unter ihnen, der nun die Seite wechselt, planten. Die Darbietung erwischte das Kollegium im Probestadium, in dem das angemessene Liedgut erst ausfindig gemacht werden musste: Wallenbornsche Variationen auf große deutsche Schlager: Ob Helene Fischers Wallenborn hat‘s gemacht über Nicoles Grandprix-Hit Ein bisschen Klugheit hin zum Holari Holaro der Comedian Harmonists – die Kollegen kamen zum Schluss, das Singen besser denen zu überlassen, die es wirklich können, weswegen als Abschluss des Bühnenprogramms der Rudi-Stephan-Chor unter Leitung von Daniel Wolf Karl Jenkins‘ Adiemus anstimmte. Doch damit war die Show noch nicht vorbei. Die lieferte der neue Direktor mit Chuzpe, indem er als ehemaliger Schüler – spiegelbildlich zum Abschied seines Vorgängers vor wenigen Monaten – nun sein Sextaner-Klassenfoto präsentierte: Man finde ihn, sich ins Zentrum des Bildes drängend, „um im entscheidenden Moment nicht aufzupassen“, so Wallenborn; der Kopf des 10-Jährigen präsentierte sich den amüsierten Gästen im Profil. Und so einer wird Rektor? Die Erinnerungen an die Schülerzeit am Rudi, mit Nachsitzen im Kleiderschrank, den er nun mit dem Büro des Rektors tauschen dürfe, erfreuten das Plenum und deuteten gleichsam den Respekt vor der neuen Aufgabe an seiner alten Schule an.

Das Protokoll sah für den frischgebackenen Rektor „Dankesworte“ vor, die der – doch schon ganz Chef und Entscheider – in seinem Sinne weit auslegte. Nach nun angemessenem und damit natürlich lateinischem Motto sowie bravem Dank für Worte, Darbietungen und Blumenmeer von allen Seiten legte er ein klares Bekenntnis zur Modernität der Europaschule Rudi-Stephan-Gymnasium ab. Mit Verweis auf das am RSG seit wenigen Jahren bestehende Leitbild mit dem naheliegenden Titel HUMANITAS beansprucht Dr. Markus Wallenborn dieses in politisch unruhigen Zeiten weiterhin mit Leben zu füllen und auszugestalten. Auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und deren Bildungsdezernat verweisend, bot der Rektor des RSG den anwesenden Stadtoberen die Expertise seines Gymnasiums (und die der anderen beiden Wormser Gymnasien) für die Entscheidung über eine weitere Oberstufe an einem potenziellen Wirtschaftsgymnasium in Worms an: „Wir haben Erfahrung damit!“ rief Wallenborn der Versammlung zu und erntete damit viel Applaus und verständiges Kopfnicken bei den Vertretern der Stadt. Die Leitbild-Trias aus Bildung, Offenheit und Gemeinschaft, so wurde deutlich, sind für den neuen Rektor am Rudi keine Worthülsen, sondern Aufträge, die in den folgenden Jahren in großer Kontinuität mit Blick auf die Arbeit seiner erfolgreichen Vorgänger Dr. Burkard Keilmann und Dr. Josef Mattes verwirklicht werden sollen. Zum Abschluss applaudierte der begeisterte Saal der Aula im Stehen. Das Ende der Einführungsfeier versprüht Aufbruchstimmung am RSG.