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Europa hat gewählt – das Rudi auch!

Europaschule Rudi-Stephan-Gymnasium nimmt an Juniorwahl teil

Europaschule Rudi-Stephan-Gymnasium nimmt an Juniorwahl teil

„Es ist nicht das erste Mal, dass wir dabei sind, aber die hohe Wahlbeteiligung hat uns schon überrascht“, gibt Christian Lohmüller, Vorsitzender der Fachschaft Sozialkunde am RSG, erfreut zu. Für das Rudi-Stephan-Gymnasium, seit rund einem Jahr Mitglied im Club der Europaschulen, war es keine Frage, bei der Juniorwahl in diesem Jahr dabei zu sein. „Schließlich wird das Europaparlament gewählt“, so Lohmüller, „da ist es als frischgebackene Europaschule schon eine gewisse Selbstverständlichkeit für uns, im Rahmen der Demokratieerziehung unsere Schülerinnen und Schüler daran teilhaben zu lassen.“ Von Jahrgangsstufe neun bis in die Oberstufe hinein durften alle ihre Stimme abgeben. Gewählt wurde in den großen Pausen von Montag bis Freitag, das Wahlbüro wurde von den Sozialkunde-Leistungskursen der MSS 11 und MSS 12 besetzt und ganz wie vergangenen Sonntag, dem 26. Mai, wurden auch hier Wahlkabinen aufgebaut, Lichtbildausweise überprüft, Wahllisten abgehakt und lange Wahlzettel ausgegeben.

„Dabei hatten wir vor allem das Ziel, eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen“ erklärt Kai Berkes, dessen 12er-Leistungskurs an der Organisation der Wahl im RSG beteiligt war. „Und das war gar nicht so einfach, denn eine ganze Klasse war während der Wahlwoche bis Mittwoch auf Sprachenfahrt in Palermo, denen blieb nicht viel Zeit zum Wählen, besonders wenn sich Schlangen vor dem Wahlbüro bildeten und der Pausengong zum Unterricht rief“. Oder auch dann, wenn einige der Schülerinnen und Schülern sich am Freitag auf die Fridays for Future-Demo verabschiedeten. Aber 50% sei das erklärte hohe Ziel gewesen, so Berkes, „wir hatten ja schließlich schon einen guten Auftakt mit dem World-Cafè, das wir gemeinsam mit Pulse of Europe und den anderen beiden Wormser Gymnasien im April in der Aula veranstalteten, und deshalb schon den Eindruck, dass bei unseren Schülern das Interesse an Europa und seiner Parlamentswahl mehr als geweckt wurde.“ Die Entscheidung, „erst“ ab der Jahrgangsstufe neun wählen zu lassen, rechtfertigt Sozialkunde- und Englischlehrer Chritian Lohmüller mit der Tatsache, dass schließlich auch erst ab Klasse neun Sozialkundeunterricht erteilt werde. Um Kinder und Jugendliche früher an politische Themen und die Demokratie heranzuführen, könne man natürlich mal darüber nachdenken, das Fach Sozialkunde auch schon in der achten Klasse stattfinden zu lassen. „Aber auch schon eine zweite Stunde Sozi in der Neun wäre ein Fortschritt“, ergänzt Lohmüllers Kollege Berkes, „dann könnte das Fach in dieser Jahrgangsstufe durchgängig mit zwei Stunden unterrichtet werden anstatt – wie zurzeit – nur „epochal“ zweistündig für ein Halbjahr.“

Und wie ist die Wahl am RSG nun ausgegangen? Die Rudis haben sich dem Bundestrend nicht nur der Jungwähler, sondern aller deutschen Wähler angeschlossen: Großer Gewinner der Wahl sind die Grünen; mit 36,8% der Stimmen überflügeln sie nicht nur das bundesdeutsche Wahlergebnis vom 26. Mai, sondern auch das ihrer Altersgenossen bei der Juniorwahl (33,9%). Die ehemaligen Volksparteien CDU und SPD mussten auch im Rudi-Stephan-Gymnasium mit 16,1% bzw. 12,9% harte Ergebnisse verkraften. Nennenswerte Stimmanteile erhielten darüber hinaus nur noch drei Parteien: die FDP (8,4%), die Linke (4,5%) und – auch hier schlägt das Pendel im RSG stärker aus als im Bund (2,4%) sowie im Bundesschnitt bei der Juniorwahl (6,7%) – die PARTEI, die hier mit 7,1% viertstärkste Kraft wurde. Rechte oder rechtspopulistische Parteien hatten bei den Schülerinnen und Schülern der Europaschule keine Chance. „Die AfD kommt mit 1,3% auf den gleichen Wert wie z.B. die Tierschutzallianz oder die Partei für die Tiere. Damit liegt sie noch hinter der Tierschutzpartei und Volt mit jeweils 2,6% – und nur knapp vor Liebe!“ erläutert Sozialkundelehrer Kai Berkes das Ergebnis. Und auch das eigentliche Wahlziel wurde am RSG erreicht: Von 309 Wahlberechtigten haben 155 Schüler gewählt, macht 50,16%! „Da kann man natürlich nicht traurig sein, dass es bei der echten Europawahl rund 10% mehr waren. Ganz im Gegenteil. Die Marke, an der wir uns orientierten, war die der letzten Wahl: „gute“ 48,1% in Deutschland und noch weniger in Europa.“