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Hinauf Rudis, hinauf zum Schloss!

Die Geschichte Deutschlands, wo beginnt sie überhaupt? Passend, nachdem wir die Ereignisse des Vormärz im vergangenen Halbjahr besprochen hatten, konnten der Leistungskurs Geschichte der MSS 12 mit Herrn Jürgen Pfitzner und der Grundkurs aus der 13. Jahrgangsstufe mit Frau Priscilla Hammann Anfang des Jahres 2020 die „Wiege der deutschen Demokratie“, das Hambacher Schloss in der Pfalz, besuchen.

Die Geschichte Deutschlands, wo beginnt sie überhaupt? Passend, nachdem wir die Ereignisse des Vormärz im vergangenen Halbjahr besprochen hatten, konnten der Leistungskurs Geschichte der MSS 12 mit Herrn Jürgen Pfitzner und der Grundkurs aus der 13. Jahrgangsstufe mit Frau Priscilla Hammann Anfang des Jahres 2020 die „Wiege der deutschen Demokratie“, das Hambacher Schloss in der Pfalz, besuchen. Hier fand im Jahr 1832 das „Hambacher Fest“ statt, bei dem sich fast 30.000 Menschen, darunter Gelehrte, Männer, und erstmalig Frauen, der einfachen Bevölkerung am Fuße des Kastanienhügels, auf dem sich das Schloss befindet, versammelten. Mit der Parole „Hinauf Patrioten, hinauf zum Schloss!“ zogen sie zum Schloss und forderten die nationale Einheit Deutschlands sowie ein „conföderiertes republikanisches Europa“, für uns als Europaschule eine weitere wichtige Bedeutung dieses historischen Ortes.

Nachdem wir den Zug in das ca. 40 Minuten entfernte Neustadt an der Weinstraße genommen hatten, ging es nur noch eine kurze, aber kurvige Fahrt mit dem Bus hoch zum Schloss. Dort angelangt wanderten wir, wie damals schon Tausende von Menschen, einen bedeutungsvollen Weg nach oben, den sogenannten „Siebenpfeifferweg“. Benannt ist er nach Jakob Siebenpfeiffer, dem Begründer des Presse- und Vaterlandsvereins und eine wichtige Persönlichkeit der liberalen Nationalbewegung. Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Blick über die Rheinebene von der französischen Grenze bis zum Odenwald. 

Schon bald gingen die beiden separaten Führungen los, zuerst mit einem Rundgang um das Schloss. Erbaut wurde das Schloss im 11. Jahrhundert von den Saliern und Staufern, später war es aber im Besitz des bayerischen Königtums, denn der König wünschte sich damals ein Märchenschloss wie dieses. Im Schloss selbst erfuhren wir mehr über die deutsche Geschichte und das Gebäude, das heute mehr als nur ein Museum und Monument ist. Unter anderen finden dort Veranstaltungen wie Theaterstücke oder Gesprächsrunden von Schülern und Politikern statt, denn das Schloss fungiert auch als Demokratieforum.

An den verschiedenen interaktiven Stationen des Museums konnten wir aus der Sicht eines typischen Teilnehmers das Fest nacherleben. Es wurde nicht nur für ein einheitliches Deutschland gekämpft, sondern auch für Menschenrechte und mehr Freiheit, wie z. B. Presse, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, protestiert. Besonders beeindruckend war auch die noch original erhaltene erste deutsche Flagge in den bekannten Farben schwarz, rot und gold.  Gelegentlich ertönte der Klang der Friedensglocke, die jeder Besucher einmal selbst läuten durfte. Diese Glocke ist ein Zeichen dafür, dass Frieden und Freiheit auch heutzutage nicht selbstverständlich sind. 

Gegen Mittag und somit gegen Ende der Exkursion suchten unsere beiden Kurse eine örtliche Pizzeria auf und wir ließen den Tag mit einer leckeren Steinofenpizza ausklingen.