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Vorzügliche Vorleser und Vorleserinnen

Vorlesewettbewerb am RSG kürt Luise Leidemer zur Schulsiegerin

Vorlesewettbewerb am RSG kürt Luise Leidemer zur Schulsiegerin


„Ein Pferd galoppierte heran und eilte an seine Seite. Marschall Lüpäng. ‚Euer Hut. . .‘, flüsterte der Marschall aus dem Mundwinkel. ‚Ja?‘, fragte Bulle. ‚Er sitzt verkehrt herum.‘ ‚Verkehrt herum?‘ ‚Die Spitze muss nach vorn, Generator. So sieht es ein bisschen . . . nun ja, lächerlich aus.‘“

– So lautet eine Stelle aus dem von allen Klassensiegerinnen und -siegern zu lesenden Kinder- und Jugendroman Doktor Proktors Zeitbadewanne von Jo Nesbø, der es in sich hatte. Und doch meisterten die acht Finalisten der vier sechsten Klassen des Rudi ihre Aufgabe, eine ihnen unbekannte Textstelle eines Jugendbuchs vorzulesen, souverän.
Zuvor noch brillierten die vier Jungen und vier Mädchen, die sich ganz ohne Quotenregelung in ihren jeweiligen Schulklassen durchgesetzt hatten, mit ihrer eigenen Leseauswahl: Darius Grotkiewicz' Wahl fiel auf Wendy Orrs Wie versteckt man eine Insel?, sein Klassenkamerad aus der 6a, Selim Özer, las aus Stefan Gemmels Im Zeichen der Zauberkugel. Die beiden Kandidatinnen der Klasse 6b, Leya Meudt und Luise Leidemer, hatten Anna Ruhes Duftapotheke bzw. Alice Pantermüllers Lotta leben im Lesegepäck. Die Klasse 6c, vertreten von Johanna Behr und Luis Maier, reüssierte mit David Williams Gangsteroma sowie dem Jugendbuchklassiker der letzten Jahre schlechthin: J.K. Rowlings Harry Potter und der Stein der Weisen. Nicht zuletzt stellte Bennet Bachmann aus der 6d Manfred Thaysens Politthriller Rot oder Blau und seine Klassenkameradin Luise Schyma Kerstin Giers Smaragdgrün der kritischen Jury vor. Diese bestand aus den jeweiligen Deutschlehrern der sechsten Klassen sowie der Vorjahressiegerin des Schulwettbewerbs, Lena Höflich. „Die Schwierigkeit besteht in der Herausforderung sowohl den geübten Text begeisternd und lebendig zu präsentieren, als auch den unbekannten Romanausschnitt, den man von der Jury vorgelegt bekommt, routiniert und sicher vorzulesen“, so Deutschlehrer und Jurymitglied Benjamin Platz. Und seine Kollegin Anja Seidel ergänzt: „Interessant wird es immer dann, zu sehen wie routiniert diese guten Leser mit schwierigen, ihnen unbekannten Stellen umgehen.“ Und das durften sich alle zugute halten, dass sie dies konnten. „Schließlich hat man es hier mit den acht besten Vorleserinnen und Vorlesern unserer Jahrgangsstufe sechs zu tun“, gibt Dominik Schneider, der dritte Deutschlehrer im Bunde der Jury, zu bedenken.
Am Ende waren sich die fünf Juroren dennoch einig. Luise Leidemer meisterte die doppelte Aufgabe aus Eigen- und Fremdtext noch lebendiger und souveräner als ihre starke Konkurrenz und zieht für das Rudi-Stephan-Gymnasium in den Wormser Stadtentscheid ein. Und das, obwohl sie sich zunächst gar nicht sicher war, ob sie das wirklich will. Im heimischen Familienrat fiel die Entscheidung zugunsten der Teilnahme, womit sie sowohl ihren Deutschlehrer als auch die Rudi-Jury begeisterte.