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Zwei Jahre "Europaschule": Die Corona-Pandemie an unserer französischen Partnerschule in Ribeauvillé

Am 23. April 2018 wurde das Rudi-Stephan-Gymnasium aufgrund seiner zahlreichen Aktivitäten im Bereich >Fremdsprachen<, >interkulturelle Begegnungen< und >Demokratieerziehung< zur "Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz" ernannt. Das Jubiläum in Zeiten der Corona-Pandemie nehmen wir zum Anlass, uns bei unseren Austausch-Schulen in den verschiedenen Ländern zu erkundigen, wie sie mit den besonderen Umständen umgehen und wie es den SchülerInnen und LehrerInnen so ergangen ist in den letzten Wochen. Den Auftakt macht unsere jüngste Partnerschule in Ribeauvillé:

 

Am 23. April 2018 wurde das Rudi-Stephan-Gymnasium aufgrund seiner zahlreichen Aktivitäten im Bereich >Fremdsprachen<, >interkulturelle Begegnungen< und >Demokratieerziehung< zur Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz ernannt. Das Jubiläum in Zeiten der Corona-Pandemie nehmen wir zum Anlass, uns bei unseren Austausch-Schulen in den verschiedenen Ländern zu erkundigen, wie sie mit den besonderen Umständen umgehen und wie es den SchülerInnen und LehrerInnen so ergangen ist in den letzten Wochen. Den Auftakt macht unsere jüngste Partnerschule in Ribeauvillé:

 

La crise sanitaire au lycée de RIBEAUVILLÉ 

Le lycée de RIBEAUVILLÉ est fermé depuis le 9 mars, une semaine avant la fermeture de toutes les écoles en France. De fait, le Haut-Rhin a été le département le plus touché très rapidement du fait d’une réunion internationale des Evangéliques près de Mulhouse pendant 8 jours.

L’école à distance

Nous avons mis tout de suite mis en place ce que l’on appelle ici « l’école à distance ». Heureusement, tous les élèves de lycée s’étaient vu offrir un ordinateur Personnel HP par la Région GRAND EST en septembre 2019, si bien que chaque élève peut suivre les cours à distance avec son propre ordinateur à la maison.

Comment travaillons-nous depuis le 9 mars ?

Les professeurs envoient les travaux aux élèves via les plateformes numériques (Moodle), certains professeurs font aussi des cours en visioconférence (« classe virtuelle »). Les professeurs vérifient que les élèves renvoient bien les travaux. Et quand ce n’est pas le cas, le Proviseur appelle les parents de l’élève et la situation s’améliore presque toujours. 

Les problèmes rencontrés par les élèves:

Même s’ils ont un ordinateur, tous les élèves n’ont pas une bonne connexion Internet, et cela ralentit et complique leur travail. Par ailleurs, un certain nombre d’élèves se sont crus en vacances au début du confinement et n’ont pas toujours travaillé très sérieusement dans un premier temps. Mais la grande majorité des élèves a vraiment joué le jeu et les professeurs du lycée peuvent être satisfaits : les élèves travaillent. Ce type d’échange a resserré les liens entre professeurs et élèves, chacun demandant presque toujours des nouvelles de l’autre. 

La question des examens:

Les élèves qui devaient passer le bac en juin 2020 ne passeront pas les épreuves habituelles, mais on fera un calcul de leurs notes obtenues pendant l’année 2019/2020 : le bac sera obtenu en « contrôle continu ». 

La reprise?

Le Premier Ministre envisage une reprise progressive des cours, mais tout est incertain et il y a beaucoup de protestations du côté des syndicats d’enseignants et associations de parents d’élèves. Ici, en France, il est, depuis le début du confinement, interdit de sortir à plus d’un kilomètre de chez soi, la police vérifie les autorisations de sortie. Beaucoup de gens sont verbalisés car ils ne respectent pas les consignes. Les Français voudraient reprendre la vie normale, mais cela semble compliqué, surtout à l’école : il semble difficile de se retrouver dans des classes de 35 élèves d’un jour à l’autre ! Nous attendons la suite… 

 

Übersetzung:

Die Corona-Krise am Lycée von RIBEAUVILLÉ 

Das Gymnasium RIBEAUVILLÉ ist seit dem 9. März geschlossen, eine Woche vor der allgemeinen Schließung aller Schulen in Frankreich. Die Region Haut-Rhin war nämlich aufgrund eines einwöchigen internationalen Kirchentages in der Nähe von Mulhouse sehr schnell am stärksten betroffen. 

Fernunterricht

Wir haben hier sofort mit dem so genannten "Fernunterricht" begonnen. Glücklicherweise bekamen alle Oberschüler schon im September 2019 von der Großregion GRAND EST einen Computer gestellt, so dass jeder Schüler die Fernkurse mit seinem eigenen Computer zu Hause absolvieren kann. 

Wie arbeiten wir seit dem 9. März?

Die Lehrer schicken den Schülern Aufgaben über eine digitale Plattform (Moodle), einige Lehrer führen den Unterricht auch per Videokonferenz durch ("virtuelles Klassenzimmer"). Die Lehrerinnen und Lehrer überprüfen, ob die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten zurückschicken. Und wenn dies nicht der Fall ist, ruft der Klassenleiter die Eltern des Schülers an, und die Situation verbessert sich fast immer. 

Probleme der Schüler

Selbst wenn alle Schülerinnen und Schüler einen Computer haben, verfügen nicht alle über eine gute Internetverbindung, was ihre Arbeit verlangsamt und erschwert. Darüber hinaus meinten einige Schülerinnen und Schüler am Anfang der Schulschließung, dass sie Ferien hätten, und arbeiteten anfangs nicht immer sehr ernsthaft. Aber die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler hat gut mitgemacht, und die Lehrerinnen und Lehrer an der Schule sind zufrieden: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten. Diese Art der Kommunikation hat sogar die Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern gestärkt, z. B. fragt fast immer jeder den anderen, wie es ihm geht. 

Die Frage der Prüfungen

Die Schülerinnen und Schüler, die im Juni 2020 das Abitur ablegen müssten, werden nicht die üblichen Prüfungen ablegen, sondern ihre Noten werden aus dem Schuljahr 2019/2020 errechnet: Das Abitur wird in "kontinuierlicher Bewertung" erworben. 

Der Wiederbeginn

Der Premierminister sieht eine allmähliche Wiederaufnahme des Unterrichts vor, aber alles ist ungewiss, und es gibt viele Proteste von Lehrergewerkschaften und Elternvereinigungen. Hier in Frankreich ist es seit Beginn der Schließungen verboten, mehr als einen Kilometer von zu Hause entfernt auszugehen. Die Polizei kontrolliert die Ausgangsgenehmigungen. Viele Menschen werden mit einer Geldstrafe belegt, weil sie sich nicht an die Anweisungen halten.

Die Franzosen würden gerne zum normalen Leben zurückkehren, aber es scheint kompliziert zu werden, vor allem in der Schule: Man kann sich kaum vorstellen, sich von einem Tag auf den anderen in Klassen mit 35 Schülern wiederzufinden! Warten wir ab, wie es weitergeht …

Stand: 20.4.2020

Text: Catherine Duplouy, Übersetzung: Daniel Wolf