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Zwei Jahre "Europaschule": Die Corona-Pandemie an unserer italienischen Partnerschule in Busto Arsizio (Lombardei)

Am 23. April 2018 wurde das Rudi-Stephan-Gymnasium aufgrund seiner zahlreichen Aktivitäten im Bereich >Fremdsprachen<, >interkulturelle Begegnungen< und >Demokratieerziehung< zur Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz ernannt. Das Jubiläum in Zeiten der Corona-Pandemie nehmen wir zum Anlass, uns bei unseren Austausch-Schulen in den verschiedenen Ländern zu erkundigen, wie sie mit den besonderen Umständen umgehen und wie es den SchülerInnen und LehrerInnen so ergangen ist in den letzten Wochen.

Die zweite Wortmeldung, die wir veröffentlichen, stammt von einem Schüler aus Busto Arsizio in der Lombardei, wo die Pandemie schon besonders lang und besonders heftig grassiert.

 

L’illusione della fine…

Ho perso il conto dei giorni dall’inizio della quarantena semplicemente perché non l’ho mai tenuto. All’inizio, durante le prime due settimane, mi ero illuso di rientrare nel più breve tempo possibile fra i banchi di scuola, magari sorseggiando la mattina quel gustosissimo caffè delle macchinette e concludendo l’ultimo anno di liceo nella normalità delle cose. Un’illusione, una grande illusione che si è andata man mano delineando col passare dei giorni. E col passare dei decreti.

Ho perso il conto dei giorni che mancano alla maturità semplicemente perché ad oggi non so ancora quando farò questa maturità e non ne conosco nemmeno le modalità. Pian piano l’esame di stato ha assunto le sembianze di un incontro al buio, mettendo a repentaglio il lavoro di docenti e studenti fatto finora.

È una situazione paradossale, alla quale però ormai è come se ci fossimo abituati. Accendere ogni mattina il computer e vedere i nostri compagni e docenti attraverso uno schermo sono azioni che sembrano essere accettate persino dalla nostra mente, tanto da poterle considerare routine. È un meccanismo ordinario che fa sembrare meno illogica questa situazione nonostante siamo tutti in attesa di una fine. Un’illusione, una grande illusione.

Ho perso la cognizione del tempo all’interno della settimana, che prima era scandita da allenamenti, partite, uscite il sabato sera e le immancabili vacanze. Ogni giorno è una fotocopia di quello prima, che viene ormai stampata da più di 40 giorni nella medesima edizione. Per dare un po’ di senso alle giornate scrivo qualche articolo per il giornalino della mia scuola e per dare anche qualcosa da leggere a tutti gli studenti; provando a rasserenarli in qualche modo e schivando la noia, che accompagna ogni singolo momento in questo periodo.

Ma anche schivare la noia è un’illusione, una grande illusione.

Anche quando però tutto sembra essere perso e la speranza sembra venire meno, una luce brilla sempre in fondo al tunnel. Come un faro che illumina quello scorcio di mare sicuro sul quale navigare, allontanandomi dal naufragio totale. Forse, in questa situazione, a salvarci è proprio la didattica a distanza. L’unico mezzo plausibile per dare un senso al tempo, alle giornate, alle settimane e a questi mesi. L’unico mezzo che mi fa rimanere in contatto con i professori e i compagni. L’unico mezzo che occupa gran parte del tempo e mi permette di organizzarne il restante a mio piacimento, senza perdersi troppo nell’ozio e sopravvivere al naufragio della speranza. L’unico mezzo che mi fa credere nell’illusione della fine.

Antonio Catalano

5^E Liceo Linguistico ISIS DANIELE CRESPI

 

Übersetzung:

Die Illusion des Endes...

Ich habe die Tage seit Beginn der Quarantäne nicht gezählt, einfach weil ich sie nie für wahr gehalten habe. Am Anfang, während der ersten zwei Wochen, hatte ich die Illusion, dass wir so schnell wie möglich in die Klassensäle zurückkehren, vielleicht morgens an dem super-leckeren Automaten-Kaffee nippen und das letzte Jahr des Liceo unter normalen Umständen beenden. Es war eine Illusion, eine große Illusion, die im Laufe der Tage – und im Laufe neuer Dekrete – immer klarer und deutlicher wurde.

Ich habe die Tage bis zum Abitur nicht mehr gezählt, einfach weil ich bis heute nicht weiß, wann und wie ich meinen Abschluss machen werde. Allmählich kommt mir die anstehende Abiturprüfung wie ein Blinddate vor, und die bisherige Arbeit von Lehrern und Schülern wird aufs Spiel gesetzt.

Es ist eine paradoxe Situation, an die wir uns aber inzwischen gewöhnt haben. Jeden Morgen den Computer einzuschalten und unsere Klassenkameraden und Lehrer durch einen Bildschirm zu sehen, wird sogar von unserem Kopf als eine neue Routine akzeptiert. Weil dieser Ablauf so alltäglich ist, erscheint uns diese Situation weniger unlogisch, auch wenn wir alle auf ein Ende warten. Eine Illusion, eine große Illusion.

Ich verlor den Überblick über den Ablauf der Wochentage, der zuvor durch Trainingsstunden, Sport-Termine, Partys am Samstagabend und die unvermeidlichen Feiertage geprägt war. Jeder Tag ist nun eine Fotokopie der vorherigen Tage, die nun seit mehr als 40 Tagen identisch ausgedruckt werden. Um den Tagen einen Sinn zu geben, schreibe ich einige Artikel für meine Schülerzeitung und auch, um allen Schülern etwas zum Lesen zu geben; ich versuche, sie in irgendeiner Weise zu beruhigen und die Langeweile zu erleichtern, die jeden einzelnen Moment dieser Zeit begleitet.

Aber auch der Langeweile auszuweichen ist eine Illusion, eine große Illusion.

Und selbst wenn alles verloren und die Hoffnung zerschlagen scheint, leuchtet immer ein Licht am Ende des Tunnels. Wie ein Leuchtturm, der den Blick auf ein sicheres Meer erhellt, auf den man zusteuern kann und so den totalen Schiffbruch umgeht. Vielleicht ist gerade der Fernunterricht das, was uns in dieser Situation rettet. Der einzige plausible Weg, Zeit, Tage, Wochen und Monate sinnvoll zu ordnen. Das einzige Mittel, das mich mit meinen Lehrern und Klassenkameraden in Kontakt hält. Das einzige Mittel, das den größten Teil meiner Zeit in Anspruch nimmt und es mir erlaubt, den Rest so zu organisieren, wie ich will, ohne mich zu sehr im Nichtstun zu verlieren und den Schiffbruch der Hoffnung zu überleben. Das einzige Mittel, das mich an die Illusion des Endes glauben lässt.

Übersetzung: Daniel Wolf